Den definierten Liefergegenstand kaufen, nicht nur das Wort „Schmiedeteil“
Ein kundenspezifisches Kupferschmiedeteil ist anhand einer gelenkten Definition zu beschaffen, die das Fertigteil mit dem erforderlichen Schmiederohteil, der Fertigungsfolge, dem Prüfplan, der Dokumentation und dem Lieferumfang verknüpft.
Der Begriff forging sagt dem Hersteller nicht, ob Schmiedevormaterial, ein Rohschmiedeteil, ein zur Prüfung bearbeitetes Rohteil, eine endkonturnahe Vorform oder ein Fertigteil bestellt wird. Er definiert auch nicht Legierung, Wärmebehandlung, Eigenschaften, Faserverlauf, innere Fehlerfreiheit, Bearbeitungszugabe, NDT oder Abnahme.
1. Vom Fertigteil ausgehen
- Fertigteilzeichnung, Revision, Funktion, Einbauposition, Betriebsdaten, Menge, kritische Schnittstellen, Toleranzen, Oberflächenanforderungen und Prüfbedarf bereitstellen.
- Schmiedebestimmende Merkmale benennen: Querschnittswechsel, Kraftfluss, Kontakt- oder Druckfläche, Verschleiß, Wärmebeanspruchung, elektrische Funktion, Bearbeitungsraum oder Anforderung an die innere Qualität.
- Feste Konstruktionsanforderungen von Werten trennen, die für Winworths Fertigungsvorschlag offen sind.
- Angeben, ob Muster, Altzeichnung oder früheres Schmiedeteil freigegebener Konstruktionsnachweis oder nur Referenz ist.
2. Schmiederohteil und Lieferzustand festlegen
- Geforderte Route: Schmiedevormaterial, Freiformschmieden, Gesenkschmieden oder Warmpressen, gewalzter Ring, Stauchform, Hohlteil, Scheibe, Stange, Hülse, Block oder andere freigegebene Route.
- Lieferzustand: schmiederoh, wärmebehandelt, gereinigt, prüfbearbeitet, vorbearbeitet oder fertigbearbeitet.
- Rohteilkontur, Bearbeitungszugabe, Zunderentfernung, Formschräge, Übergänge, Radien, Geradheit, Ebenheit, Konzentrizität, Bezugsübertragung und Position der Rückverfolgbarkeitskennzeichnung.
- Eigentum, Freigabe, Lagerung und Instandhaltung der Werkzeuge, erwartete Standzeit, Wiederholauftragskontrolle und zulässige Prozessänderungen.
Schmiedezeichnung und Fertigteilzeichnung müssen eine konsistente Maßkette verwenden. Übermäßige Zugabe kann Kosten und Prüfaufwand erhöhen; unzureichende Zugabe kann Oberflächen- oder Maßrisiken verursachen.
3. Werkstoff und Zustand spezifizieren
- Exakte Kupfer- oder Kupferlegierungsbezeichnung, geltende Norm, Produktform, Werkstoffzustand und Wärmebehandlungszustand.
- Chemie, mechanische Eigenschaften, Leitfähigkeit, Härte, Sauerstoffgehalt, Metallografie oder andere Eigenschaften nur bei Bedarf und technischer Anwendbarkeit.
- Probenahmestelle, Probenorientierung, Stufe, Methode, Anzahl, Annahmebereich, Wiederholprüfregel und Verbleib des Prüfmaterials.
- Zulässige Alternativen bei Werkstoff, Produktform, Zustand oder Prozess und erforderliche Freigabe des Käufers.
ASTM-Kupferspezifikationen decken unterschiedliche Legierungslisten und Produktformen ab. Eine Norm für Schmiedevormaterial, eine für warmgepresste Gesenkschmiedeteile und eine für Gussteile beschreiben nicht denselben Liefergegenstand. Ausgabe und genauer Geltungsbereich sind in der Bestellspezifikation zu bestätigen.
4. Wärmebehandlung mit der Fertigungsfolge verknüpfen
- Festlegen, ob Wärmebehandlung vor oder nach Schruppbearbeitung, Fügen, Richten oder anderen Arbeitsgängen erfolgt.
- Querschnitt, Chargierordnung, Temperaturgleichmäßigkeit, Transfer, Abschrecken, Auslagern, Verzug, Reinigung und Nacharbeitskontrollen für die bestellte Legierung festlegen.
- Endgültige Eigenschaftsziele und Nachweise zur Bestätigung des Lieferzustands angeben.
- Prozessaufzeichnungen fordern, wenn sie die Rückverfolgbarkeit unterstützen; ein Ofendiagramm allein ist jedoch kein Nachweis sämtlicher Endeigenschaften.
5. Prüfung vor der Fertigbearbeitung planen
- Werkstoff- und Schmelzenrückverfolgbarkeit, Oberflächenprüfung, Maßprüfstufen sowie geforderte UT, PT oder andere NDT.
- Eignung des Verfahrens, Prüfanweisung, Kalibrierung oder Referenzkörper, Abdeckung, Empfindlichkeit, Annahmekriterien, Personalqualifikation, Bericht und Witness Point.
- Prüfung in einer Stufe vorsehen, in der geforderte Volumina und Flächen zugänglich sind und die Ergebnisse den bestellten Zustand repräsentieren.
- Festlegen, wie Identität und akzeptierter Prüfstatus nach Trennen, Wärmebehandlung oder Bearbeitung übertragen werden.
6. Angebote auf derselben Grundlage vergleichen
Vergleichen Sie enthaltenen Werkstoff, Schmieden, Werkzeuge, Wärmebehandlung, Prüfungen, Bearbeitung, Ausschuss-/Ausbringungsbasis, Erstmuster, Dokumentation, Verpackung, Frachtverantwortung, Terminannahmen und Ausschlüsse. Für kundenspezifische Schmiedeteile gibt es keine allgemeingültige MOQ oder Lieferzeit; beide hängen von Werkstoffroute, Querschnitt, Werkzeug, Verfahren, Prüfung, Menge und Lieferzustand ab.
