Kühlkomponente vor der Angebotsanfrage eindeutig festlegen
Verwenden Sie diese Checkliste für eine zeichnungsgebundene Kupferkühlplatte, einen Wassermantel, ein Kühlpaneel, einen Stave, ein Wandelement, ein Brennerzonenpaneel oder eine andere bestätigte Ofenkühlkomponente. Ausgangspunkt sind Einbauposition und Funktion im Aggregat, nicht die Auswahl allein anhand eines ähnlich aussehenden Fotos.
Ein Mantel für einen Ausmelt- oder anderen Top-Submerged-Lance-Ofen, ein Kühlelement für das Flash-Schmelzen, ein Hochofen-Stave und ein geschweißter Wassermantel können sich in Geometrie, Feuerfestschnittstellen, Kühlanordnung, Fertigung und Abnahmeanforderungen unterscheiden. Die RFQ muss die tatsächliche Anlagenarchitektur eindeutig benennen.
1. Identität von Anlage und Komponente
- Werk, Ofentyp, Anlagenmodell, Ofenzone, Betriebsmittelkennzeichen, Bestellpositionsnummer und Einbaulage.
- Bezeichnung der Komponente in der aktuellen Anlagenzeichnung sowie alternative Bezeichnungen des Standorts oder OEM.
- Neukonstruktion, Wiederholauftrag, Ersatz, reparaturbezogene Anfrage, Versuchskomponente oder Serienmenge.
- Funktion und Abgrenzung: lokale Wärmeabfuhr, Feuerfestabstützung, Schnittstelle zum Ofenmantel, Kühlung der Brenner- oder Lanzenzone, Stave-Funktion oder ein anderer angegebener Zweck.
- Vollständige Fotos im eingebauten Zustand, Nachbarkomponenten, Feuerfestaufbau, Befestigung, Rohranschlüsse, Zugänglichkeit, Hebepunkte sowie Hinweise auf Leckage, Überhitzung, Erosion, Verformung, Risse oder frühere Reparaturen.
2. Festgelegte Geometrie und Schnittstellen
- Aktuelle Zeichnungsnummer und Revision, Einheiten, Status, 2D-Dateien, 3D-Modell, Anlagenlayout und freigegebene Referenzunterlagen.
- Bauraum, Bezüge, Montageflächen, Bohrungen, Befestiger, Flansche, Positioniermerkmale, Freiräume, Feuerfestkontaktflächen, Schnittstellen zum Ofenmantel und Einbaurichtung.
- Kritische Maße, Toleranzen, geometrische Spezifikationen, Oberflächenbeschaffenheit, Schweißdetails, Bearbeitungszugaben und Bereiche, die nicht geändert werden dürfen.
- An einer vorhandenen Komponente gemessene Maße, Messverfahren und Messstellen, festgestellte Streuung sowie Verfahren des Käufers zur Freigabe rekonstruierter Maße.
Übertragen Sie keine Maße von einer Ofenzone oder Komponentenfamilie auf eine andere. Ein verschlissenes oder repariertes Muster ist ein Befund, aber nicht automatisch die freigegebene Konstruktionsgrundlage.
3. Festlegung des Kühlkreislaufs
- Verlauf und Querschnitt der Kühlkanäle, Wanddicke, Lage von Ein- und Austritt, Strömungsrichtung, Anzahl der Kreise, Verteiler- oder Abzweiganordnung sowie gegebenenfalls Entleerungs- und Entlüftungseinrichtungen.
- Anschlussart, Größe und Norm, Dichtkonzept, Ausrichtung der Gegenleitung, zulässiger Einbauraum und zu schützende Anschlussflächen.
- Vom Käufer bereitgestellte Betriebsdaten wie Kühlmedium, Wasserqualität, Normal- und Grenztemperaturen, Durchfluss, Druck, Differenzdruck, Lastzyklus, Überwachung und bekannte Störzustände.
- Geforderte Sauberkeit, innerer Oberflächenzustand, Spülen, Trocknen, Konservieren und Einschränkungen hinsichtlich eingeschlossener Fremdkörper oder Prozessrückstände.
Die Komponentenseite legt das Kühlwassersystem des Werks nicht neu aus. Pumpenauswahl, Wasseraufbereitung, Überwachung, Alarme, Verriegelungen, Verantwortung für das Drucksystem und sichere Betriebsgrenzen verbleiben bei den zuständigen Anlagen- und Werksverantwortlichen.
4. Werkstoff- und Fertigungsgrundlage
- Exakte Kupfer- oder Kupferlegierungsbezeichnung, geltende Werkstoffspezifikation, Produktform, Zustand, Wärmebehandlung und zulässige Alternativen.
- Monolithische, gegossene, geschmiedete, spanend bearbeitete, tieflochgebohrte, geschweißte, gefertigte oder kombinierte Bauweise, entweder vorgeschrieben oder zur technischen Ausarbeitung freigegeben.
- Gefordertes Fügeverfahren, Zusatzwerkstoff, Qualifikation, Wärmeeinbringung, Behandlung nach dem Fügen, Reparaturbeschränkungen und Abnahme, soweit zutreffend.
- Rückverfolgbarkeit von Schmelze, Charge, Rohteil, Komponente, Schweißnaht und Baugruppe sowie mitzuliefernde Werkstoffnachweise und Fertigungsunterlagen.
Die Werkstoffbezeichnung allein legt Wärmeleistung, Festigkeit, Druckintegrität, Korrosionsbeständigkeit oder Lebensdauer nicht fest. Maßgebend sind die freigegebene Konstruktion, Fertigung, Prüfung, Montage, Kühlbedingungen, Ofenfahrweise und Instandhaltung.
5. Prüfung und Abnahme
- Maßprüfpunkte, Bezüge, Prüfzeitpunkt, Messverfahren, Stichprobe, Berichtsformat und Annahmekriterien.
- Sichtprüfung sowie PT, UT, RT, ET, Druck-, Durchfluss- oder Dichtheitsprüfung nur, wenn technisch anwendbar und ausdrücklich bestellt.
- Prüfmedium, Reinheitsklasse, Prüfdruck oder -vakuum, Haltezeit, Temperatur, zulässige Leckage, Trocknung, Witness Points und sichere Prüfanweisung.
- Werkstoffzeugnis, Rückverfolgbarkeitsnachweis, Schweißdokumentation, NDT-Bericht, Maßbericht, Druck- oder Dichtheitsprotokoll, Fotos, Freigabevermerk und abschließender Dokumentenindex.
Ein Prüfkürzel allein ist keine vollständige Anforderung. Festzulegen sind Prüfgegenstand, Bereich, Fertigungsstufe, Verfahren, Umfang, Prüfanweisung, Annahmekriterien, Verantwortlichkeit und Nachweis.
6. Menge, Verpackung und Lieferung
- Anfragemenge, Losgröße, Jahres- oder Ersatzteilbedarf, erwartete Wiederholaufträge und geforderter Liefertermin.
- Bestimmungsort, benannter Lieferort, gewünschte Handelsklausel mit Ausgabe, Regeln für Teillieferungen und Dokumentensprache.
- Masse, Schwerpunkt, Hebepunkte und Hebebeschränkungen, Handhabungslage, Schutz bearbeiteter Flächen und Dichtflächen, verschlossene Anschlüsse, Konservierung, Lagerdauer und Exportverpackung.
- Geforderte Angebotsvarianten, offene technische Punkte, Freigabeverantwortliche des Käufers, Annahmen, Ausschlüsse und Rückmeldetermin.
